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Botoxverfahren

Botox Wirkungsweise

Botox-Wirkungsweise

Botulinumtoxin A ist ein Nervengift. Es hemmt die Erregungsübertragung von den Nervenzellen zu den Muskeln und sorgt so für vollständige oder eingeschränkte Lähmungserscheinungen der betroffenen Muskelpartien. Die für die Entstehung mimischer Falten verantwortliche Muskelkontraktion wird somit ausgeschaltet, so erklärt sich die Wirkungsweise von Botox gegen Falten.

Botox besteht aus zwei mit A und B gekennzeichneten Proteinketten. Mit Hilfe der A-Kette dockt das Gift gezielt an dem präsynaptischen Teil der motorischen Endplatte an, setzt sich also gezielt an die Kontaktstelle, an der die Erregungsübertragung zwischen Nervenzellen und Muskeln stattfindet. Anschließend wird das Botulinumtoxin von der Synapse aufgenommen, wo sich die Proteinketten spalten. Die B-Kette verhindert den Stofftransport aus der Zelle heraus und sorgt innerhalb der Synapse zu der fortwährenden Spaltung eines essentiellen Membranproteins, der erst beendet ist, wenn die Nervenzelle zerstört ist.

Auf diese Weise können quer- und längsgestreifte Muskeln sowie Schweiß-, Speichel- und Tränendrüsen gelähmt werden. Die Lähmung ist allerdings nicht von Dauer, da sich die Nervenzellen innerhalb von acht Wochen zu regenerieren beginnen. Dies ist ein Prozess, der spätestens nach drei bis acht Monaten vollständig abgeschlossen ist. Untersuchungen von Gewebeproben haben zwar noch Jahre später leichte Veränderungen im Behandlungsareal nachgewiesen, aber auch nach wiederholten Injektionen sind keine dauerhaften Schäden an Nerven- oder Muskeln aufgetreten. Man muss aber dazu sagen, dass noch längst nicht alle Details um die medizinische Wirkungsweise von Botox geklärt sind.

Der Aufbau von Botox

Botox ist ein hitzelabiles und trockenheitsresistentes Exotoxin des Bakterium Clostridium botulinum, das in über 90 Prozent aller Bodenproben in Mitteleuropa nachgewiesen werden konnte. Aus pharmakologischer Sicht ist der Typ A des Nervengifts von größter Bedeutung. Es handelt sich um einen hochmolekularen Proteinkomplex, der sowohl aus den lähmend wirkenden Neurotoxinen als auch unschädlichen Komplexproteinen besteht. Die Komplexproteine umgeben die toxischen Bestandteile wie eine Hülle und schützen sie vor Auflösung, wenn sie mit der Magensäure in Verbindung kommen, weshalb die Toxine nach dem Verzehr biologisch unbeschädigt zur Verfügung stehen und Vergiftungen hervorrufen können.

In Gewebe mit neutralem PH-Wert und bei Erhitzung werden die Komplexproteine hingegen instabil, weshalb ihnen keine therapeutische Relevanz beigemessen wird. Es wird diskutiert, ob die Beschaffenheit der Hüllproteine Auswirkungen auf die Wirksamkeit der toxischen Bestandteile hat.