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Botoxverfahren

Botox Risiken und Nebenwirkungen

Die Anwendung von Botox erfolgt in der kosmetischen Medizin grundsätzlich über lokale Injektionen. Das kann sich unter Umständen negativ auf bestehende neurologische Erkrankungen auswirken.

Wann ist von einer Behandlung mit Botox abzuraten?

Patienten mit einer neuromuskulären Erkrankung sollten unbedingt von einer Botox-Injektion absehen. Bezeichnend für Erkrankungen dieser Art ist der gestörte Kommunikationsfluss zwischen Nervenfasern und Muskelzellen, der bspw. in einer Autoimmunkrankheit begründet sein kann. Die Spezifität von Botox, sich hemmend auf die Erregungsübertragung zwischen Nerven und Muskelzellen auszuwirken, würde die Symptomatik verstärken.

Botox-Risiken-und-Nebenwirkungen

Bei Einnahme von Medikamenten, die sich entweder über das Zentrale Nervensystem oder an der motorischen Endplatte entspannend auf die Skelettmuskulatur auswirken, sowie bei schweren intensivmedizinischen Antibiotika ist die Behandlung ebenfalls nicht ratsam.

Weitere Kontraindikationen:

  • starke Blutungsneigung
  • Schwangerschaft/Stillzeit
  • chronische Atemwegsstörungen
  • Allergien gegen Injektionszusätze
  • psychische Labilität der Patienten

Seltene aber klassische Risiken und Nebenwirkungen sind sowohl injektions- als auch dosis- und indikationsbedingt: Hämatome, Schmerzen an der Einstichstelle, Übelkeit, Sensibilitätsstörungen, vorübergehende Lähmungen benachbarter Muskelpartien aufgrund von Abflutung in das umgebende Gewebe, Doppelbilder und andere Beeinträchtigungen des Sehvermögens, Augenmuskellähmung, Augentrockenheit, hängende Augenbrauen und Augenlider, Schwellungen des Augenlids, Hornhautentzündungen, schmerzlose Schluckstörungen, Mundtrockenheit, Änderungen der Stimmlage, gehemmter Lippenschluss, Schwierigkeiten bei der Lautbildung wie Saugen, Pfeifen und Blasen, eingeschränktes Trinkvermögen, Schwäche der Nackenmuskulatur und Halsheberschwäche. Daneben können sehr selten Schwindel, Müdigkeit sowie ein allgemeines Krankheits- und Schwächegefühl auftreten. Studien zu kardialen Nebenwirkungen sind widersprüchlich und klinisch nicht relevant.

Eine Behandlung mit Botox kann außerdem Reaktionen des Immunsystems auslösen. Allergische Reaktion mit Quaddelbildung (Nesselsucht) sind nicht bekannt. Über Schmerzen und Lähmungen der Armmuskulatur und entzündliche Erkrankungen der zentralen Nervenwurzeln oder der peripheren Nerven, die mit Lähmungserscheinungen an Armen, Beinen sowie einer Atemlähmung einhergehen, wurde zwar berichtet, sie stehen aber vermutlich in keinerlei Zusammenhang mit der Injektion.

Nach wiederholten Anwendungen kann es vereinzelt zur Bildung von Antikörpern kommen, diese ist aber aufgrund der sich nahezu ständig ändernden Produktionsverfahren eher seltener geworden, lässt sich aber nicht grundsätzlich vermeiden.

Im Bereich der neurologischen Anwendung von Botox wurden auch Spekulationen über zentralnervöse Nebenwirkungen laut. Bisher erhobene Studien lassen allerdings keinerlei Rückschlüsse auf derartige Nebenwirkungen zu, zumal Botox die Barriere zwischen Zentralnervensystem und dem Blutkreislauf (Blut-Hirn-Schranke) nicht passiert.

Selbst in 20 Jahren Hochdosistherapie bei neurologisch erkrankten Kindern sind außer nicht erklärbaren grippeähnlichen Symptomen und einem leichten Kraftverlust in beiden Beinen keine Nebenwirkungen aufgetreten. Bei Patienten, die wegen unterschiedlicher motorischer Störungen mit Botox behandelt wurden, konnte bei einigen wenigen ein allgemeines Krankheitsgefühl und Desorientierung beobachtet werden. Die Dosis des Wirkstoffs liegt bei der Behandlung von neurologischen Erkrankungen allerdings bis zu zehn Mal höher als bei den niedrigdosierten kosmetischen Behandlungen, so dass bei korrekter Anwendung durch einen erfahrenen Spezialisten die oben genannten Nebenwirkungen eher selten zu erwarten und teilweise sogar ganz vermieden werden können.

Im Falle psychischer Instabilität kann es sein, dass wir uns als Ärzte mit an Botulinophilie erkrankten Patienten konfrontiert sehen. Hierbei handelt es sich um Patienten, die versuchen, ihre überwiegend psychosomatischen Symptome wie schweißfeuchte Hände, trotz wiederholter Negativerlebnisse, mit einer Botox Behandlung in den Griff zu bekommen. Diese Patienten brauchen das Gift zur Stabilisierung ihres psychischen Gleichgewichts und versuchen auf organischer Ebene seelische Konflikte zu lösen. Auch Patienten mit körperdysmorphen Störungen, der Angst missgestaltet zu sein, versuchen nicht selten, ihre Probleme mittels eines ästhetischen Eingriffs zu lösen. Diesen Patienten muss man als verantwortungsbewusster Arzt eine psychotherapeutische Behandlung anraten.

Da wir uns der Bedeutung eines ästhetischen Eingriffs für unsere Patienten bewusst sind, legen wir größten Wert darauf, Sie im Vorfeld einer Behandlung mit Botox umfassend über alle möglichen Risiken aufzuklären. An dieser Stelle sei noch einmal erwähnt, dass wir Sie mit unseren Seiten lediglich bestmöglich über Botox und seine Wirkungen informieren möchten. Das kann und darf aber nicht ein persönliches Beratungsgespräch ersetzen.

Botox ist ein gefährliches aber bei korrekter Anwendung auch sehr leistungsfähiges Nervengift. In jahrelanger Forschung hat es sich, auch bei nicht zugelassenen Indikationen, als äußerst wirksam erwiesen. Die Risiken und Nebenwirkungen sind nicht zu verharmlosen, bei fachgerechter Verwendung aber kalkulierbar und tragbar. Solange die bisher bekannten Forschungsergebnisse konsequent in der Praxis umgesetzt werden, ist Botox in jeder Hinsicht eine Bereicherung.